Karpaltunnelsyndrom OP | SPORTambulatorium Wien

Stand: 24.03.2026 | Lesezeit: ca. 6 Min.

Das Wichtigste in Kürze: 

  • Ursachen: Ein Karpaltunnelsyndrom entsteht durch eine Einengung des Nervus medianus im Handgelenk – meist ausgelöst durch wiederholte Belastung, Schwellungen im Karpaltunnel oder altersbedingte Veränderungen.
  • Diagnose und Behandlung: Die Diagnose basiert auf Anamnese, klinischer Untersuchung und der Messung der Nervenleitgeschwindigkeit. Auf Basis Ihrer Beschwerden und Befunde entwickelt unsere Fachärztin für Neurochirurgie Dr. Julia Reinhart im SPORTambulatorium Wien ein individuell abgestimmtes Therapiekonzept.
  • Konservative Behandlung: Leichte Formen können zunächst ohne Operation behandelt werden, etwa durch spezielle Schienen, Physiotherapie bzw. Ergotherapie, entzündungshemmende Maßnahmen oder Anpassung der Belastung im Alltag. Ziel ist es, die Schwellung zu reduzieren und den Nerv vorübergehend zu entlasten.
  • Karpaltunnel-OP: Bei mittel- bis hochgradig eingeschränkter Nervenleitgeschwindigkeit, anhaltenden Beschwerden oder beginnenden Ausfällen kann eine Karpaltunnelspaltung indiziert sein. Der Eingriff ist minimalinvasiv, dauert rund 15 Minuten, erfolgt in der Regel in Lokalanästhesie und kann ambulant durchgeführt werden.

Erfolgsaussichten der Karpaltunnel-OP: In mehr als 80 bis 90 Prozent der Fälle bessern sich die Beschwerden deutlich oder verschwinden ganz. Die besten Resultate werden erzielt, wenn der Eingriff frühzeitig erfolgt und der Nerv noch nicht dauerhaft geschädigt ist.

Im SPORTambulatorium Wien kombinieren wir präzise Diagnostik, konservative Therapieformen und – falls notwendig – minimalinvasive operative Verfahren, um Ihre Schmerzen nachhaltig zu lindern. Die Behandlung erfolgt durch unser interdisziplinäres Team sowie unsere Fachärztin für Neurochirurgie, Dr. Julia Reinhart.

Diagnose: Wie kann getestet werden, ob ein Karpaltunnelsyndrom vorliegt?

Kommt es zu einer krankhaften Verengung des Karpaltunnels, entsteht Druck auf den Nerv. Dadurch können Beschwerden auftreten und der Nerv geschädigt werden.

Die Diagnose des Karpaltunnelsyndroms basiert auf einer Kombination aus Anamnese, klinischer Untersuchung und apparativer Diagnostik, um die Einengung des Nervus medianus sicher festzustellen und den Schweregrad zu bestimmen. Der wichtigste Test ist die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit (NLG), bei der eine verlangsamte Signalweiterleitung auf eine Schädigung hinweist. Ergänzend liefert ein hochauflösender Ultraschall wertvolle Informationen über eine mögliche Verdickung des Nervs oder strukturelle Veränderungen im Karpaltunnel.

Da ähnliche Beschwerden auch durch andere Erkrankungen ausgelöst werden können – etwa durch Probleme der Halswirbelsäule, Polyneuropathien oder eine Kompression des Nervus ulnaris – werden diese im Rahmen der Abklärung ebenfalls berücksichtigt. Die abschließende klinische Beurteilung und Entscheidung über die geeignete Therapie oder eine mögliche Operation erfolgt durch unsere Fachärztin für Neurochirurgie Dr. Julia Reinhart. 

Welche Symptome treten bei einem Karpaltunnelsyndrom auf?

Typisch ist das „Einschlafen“ der Hand und der Finger, besonders nachts oder gegen Morgen. Auch bei bestimmten Handhaltungen, wie beim Telefonieren, Zeitungslesen, Rad- oder Motorradfahren, kann es zu Kribbeln oder Taubheitsgefühl in der Hand und in den Fingern kommen.

Die häufig schmerzhaften, nadelstichartigen Missempfindungen treten anfangs vorwiegend an den ersten drei Fingern (Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger) auf. Die Beschwerden verstärken sich durch Belastung der Hand, z.B. durch Gartenarbeit. Sie bessern sich meist durch Änderung der Handhaltung oder „Ausschütteln“. Bei fortgeschrittener Erkrankung fühlen sich die Finger ständig „taub“ an. Außerdem bildet sich die seitliche Daumenballenmuskulatur zurück.

Typische Symptome eines Karpaltunnelsyndroms sind:

  • Kribbeln und Taubheitsgefühl im Daumen, Zeige- und Mittelfinger
  • Muskelkrämpfe im Bereich der Hand
  • Schwächegefühl in der Hand, besonders beim Greifen
  • Störung der Feinmotorik
  • Muskelschwund der Daumenballenmuskulatur

Bei starken und langanhaltenden Beschwerden mit sensiblen und/oder motorischen Ausfallserscheinungen und entsprechenden Ergebnissen in der Nervenleitgeschwindigkeitsmessung, kann eine Operation notwendig sein. Dabei wird das Handgelenksband, welches den Karpaltunnel umschließt, in einem kleinen Eingriff durchtrennt und die Einengung des Nervs beseitigt.

Um die für Sie geeigneten Behandlungsmethoden zu besprechen, vereinbaren Sie gerne online einen Termin.

Karpaltunnel OP in der Privatklinik Confraternität: OP-Kooperation mit dem SPORTambulatorium

Als Wahlarztpraxis mit OP-Kooperation in der Privatklinik Confraternität übernimmt das SPORTambulatorium Wien die gesamte Planung Ihrer Karpaltunneloperation für Sie. Sollte eine OP indiziert sein, erhalten Sie bei uns vor Ort eine umfassende Aufklärung über den Eingriff, die Technik und den Ablauf. Der Eingriff erfolgt minimalinvasiv durch unsere Neurochirurgin Dr. Julia Reinhart in der Privatklinik Confraternität. 

Anamnese und Befund

Die Behandlung Ihres Karpaltunnelsyndroms beginnt mit einer ausführlichen Erstordination durch Dr. Julia Reinhart im SPORTambulatorium Wien. Dabei werden Ihre Beschwerden, Vorbefunde und die notwendige Bildgebung gemeinsam besprochen. Termine können bequem online vereinbart werden.

Aufklärung und OP-Planung im SPORTambulatorium

Sollte eine Karpaltunneloperation indiziert sein, erhalten Sie eine umfassende Aufklärung über den Eingriff, die Technik und den Ablauf. Die gesamte Organisation – von der Terminfindung bis zur administrativen Vorbereitung – übernimmt das SPORTambulatorium Wien für Sie.

OP-Termin in der Privatklinik Confraternität 

Die operative Behandlung des Karpaltunnelsyndroms – die sogenannte minimalinvasive Karpaltunnelspaltung – wird in den meisten Fällen in örtlicher Betäubung durchgeführt. Auf Wunsch oder bei bestimmten Voraussetzungen kann der Eingriff auch in Vollnarkose erfolgen. Über einen sehr kleinen Hautschnitt am Handgelenk wird das Band, das den Nervus medianus einengt, unter direkter Sicht freigelegt und durchtrennt. Oft kommt dabei ein Operationsmikroskop zum Einsatz, das eine besonders präzise und nervenschonende Vorgehensweise ermöglicht.

Der Eingriff dauert nur etwa 15 Minuten und kann in der Regel ambulant durchgeführt werden, sodass Sie noch am selben Tag mit einem Verband nach Hause gehen können.

Nachsorge und Krankenstand

Nach der Operation erfolgt nach wenigen Tagen eine erste Wundkontrolle im SPORTambulatorium, die Nähte werden rund zwei Wochen später entfernt. Bis dahin sollte der Verband trocken und sauber bleiben. Die Finger sollten unmittelbar nach dem Eingriff trotz Verband regelmäßig bewegt werden. Unsere spezialisierten Physiotherapeut:innen erklären direkt nach der OP, welche Übungen in den ersten Wochen wichtig sind und wie die Hand optimal mobilisiert wird.

FAQ: Häufige Fragen zum Karpaltunnelsyndrom & Operation des Karpaltunnels 

Was ist ein Karpaltunnelsyndrom?

Der Karpaltunnel ist ein knöcherner Kanal auf der Innenseite des Handgelenks. Der Kanal ist vom Handgelenksband abgeschlossen und von Bindegewebe umgeben. Im Karpaltunnel verlaufen die Beugesehnen der Finger und der Mittelhandnerv (Nervus medianus). Kommt es zu einer krankhaften Verengung des Karpaltunnels, entsteht Druck auf den Nerv. Dadurch können Beschwerden auftreten und der Nerv geschädigt werden.

Ursachen: Wie entsteht ein Karpaltunnelsyndrom?

Zu den Ursachen zählen Überlastungen der Hand, Verletzungen und bestimmte Erkrankungen. Eine Therapie ist notwendig, wenn über längere Zeit Beschwerden oder Gefühlsstörungen auftreten. Unbehandelt kann es in manchen Fällen zu bleibenden Schäden kommen.

Ab welchem Messwert wird der Karpaltunnel operiert?

Eine Operation wird in der Regel dann empfohlen, wenn die Nervenleitgeschwindigkeit mittel- bis hochgradig eingeschränkt ist – häufig bei Werten unter circa 40 m/s oder bei einem motorischen Leitungsblock. Auch wenn der Durchmesser des Nervus medianus in der Ultraschalluntersuchung mehr als 10 mm² beträgt. Die Entscheidung für eine OP basiert auf dem klinischen Beschwerdebild, dem elektrophysiologischen Befund bzw. Ultraschallbefund des Nervs und dem Beschwerdeausmaß.

The owner of this website has made a commitment to accessibility and inclusion, please report any problems that you encounter using the contact form on this website. This site uses the WP ADA Compliance Check plugin to enhance accessibility.