Stand: 24.03.2026 | Lesezeit: ca. 6 Min.
Das Wichtigste in Kürze:
- Ursachen: Ein Bandscheibenvorfall entsteht meist durch Verschleiß aufgrund wiederholter Fehl- bzw. Überbelastungen der Wirbelsäule, wodurch Bandscheibengewebe auf Nerven drücken kann.
- Diagnose und Behandlung: Die Diagnose wird durch eine genaue klinische Untersuchung und ein MRT gestellt. Auf Basis Ihrer Beschwerden und Befunde entwickelt unsere Wirbelsäulenspezialistin und Fachärztin für Neurochirurgie Dr. Julia Reinhart im SPORTambulatorium Wien ein individuell abgestimmtes Therapiekonzept.
- Konservative Behandlung: Der Großteil der Bandscheibenvorfälle lässt sich sehr gut konservativ (also ohne OP) behandeln – zum Beispiel durch Physiotherapie, Schmerztherapie, Infiltrationen, Akupunktur oder Mesotherapie.
- Bandscheiben-OP: Eine Operation wird in Betracht gezogen, wenn starke Schmerzen trotz Therapie bestehen bleiben, Taubheit oder Schwäche auftreten oder Warnzeichen wie Blasen- oder Mastdarmstörungen vorliegen. Eine etwaige Operation erfolgt minimalinvasiv durch Dr. Julia Reinhart in der Privatklinik Confraternität.
- OP-Indikation: Die Mehrheit der Bandscheibenvorfälle lässt sich gut konservativ behandeln, etwa durch Infiltrationen, Physiotherapie oder auch Akupunktur und Mesotherapie.

Im SPORTambulatorium Wien kombinieren wir präzise Diagnostik, konservative Therapieformen und – falls notwendig – minimalinvasive operative Verfahren, um Ihre Schmerzen nachhaltig zu lindern. Die Behandlung erfolgt durch unser interdisziplinäres Team sowie durch unsere Wirbelsäulenspezialistin Dr. Julia Reinhart, Fachärztin für Neurochirurgie.
Was genau ist ein Bandscheibenvorfall?
Bei einem Bandscheibenvorfall verlagert sich eine zwischen den Wirbeln befindliche Bandscheibe und drückt auf die umgebenden Nerven oder auf das Rückenmark, was zu Schmerzen, Taubheitsgefühlen und einer Muskelschwäche in den Extremitäten oder am Rumpf führen kann.
Die häufigsten Bandscheibenvorfälle treten in der lumbalen (Lendenwirbelsäule) und zervikalen (Halswirbelsäule) Region der Wirbelsäule auf. Diese Bereiche erfahren oft die größten Belastungen und Bewegungen, was sie anfälliger für Verschleißerscheinungen macht.
Ein Mensch hat regulär insgesamt 23 Bandscheiben als Teil der Wirbelsäule. Diese Bandscheiben befinden sich zwischen den einzelnen Wirbelkörpern und dienen als Stoßdämpfer und Flexibilitätsgelenke, die es der Wirbelsäule ermöglichen, sich zu bewegen und Stöße abzufedern.
Jede Bandscheibe besteht aus einem äußeren Anteil, dem Anulus fibrosus, einem konzentrisch angeordneten, kollagenreichen Faserring. Die Hauptfunktion des Anulus fibrosus besteht darin, den inneren, gelartigen Anteil der Bandscheibe, namens Nucleus pulposus, im Inneren der Bandscheibe zu halten und gleichzeitig Stöße und Belastungen auf die Wirbelsäule zu absorbieren.Bei Bandscheibenvorfällen kann der Anulus fibrosus aufgrund von Verschleiß oder Verletzungen reißen oder Risse entwickeln, durch die der Nucleus pulposus austreten und auf die umgebenden Nervenwurzeln oder das Rückenmark drücken kann. Dies kann Schmerzen, Taubheitsgefühle, Muskelschwäche und andere neurologische Symptome verursachen.
Nicht operative (konservative) Behandlungsmöglichkeiten
Die überwiegende Mehrheit der Bandscheibenvorfälle kann durch gezielte konservative (=nicht operative) Maßnahmen behandelt werden. Dazu zählen u.a.:
- Physiotherapie oder Osteopathie
- Vorübergehende medikamentöse Therapie
- Infiltrationstherapie, Neuraltherapie, Mesotherapie, Akupunktur
- Evtl. Lebensstilmodifikation
So kann ein Bandscheibenvorfall im Verlauf von mehreren Wochen in einigen Fällen vom Körper selbst wieder zumindest teilweise abgebaut werden und eine deutliche Besserung der Schmerzen erreicht werden.
Ein möglichst früher Beginn der bei uns im SPORTambulatorium angebotenen, konservativen Therapiemöglichkeiten nach Auftreten der Beschwerden ist dabei empfehlenswert. Je eher eine geeignete Behandlung erfolgt, desto schneller können die Schmerzen gebessert werden und eine Chronifizierung verhindert werden.
Wann sollte ein Bandscheibenvorfall operiert werden?
Falls es unter den genannten konservativen Therapiemethoden zu keiner ausreichenden Besserung der Beschwerden kommen sollte, kann eine Operation notwendig werden.
Beispielsweise im Fall von:
- Schweren Symptomen: Starke Schmerzen, die durch konservative Maßnahmen nicht gelindert werden können.
- Neurologischen Defiziten: Zunehmende Schwäche, Taubheit, Funktionsverlust oder Koordinationsstörungen in den Beinen oder Armen.
- Beeinträchtigung der Lebensqualität: Einschränkungen im täglichen Leben aufgrund von Schmerzen und anderen Symptomen.
- Verlust der Blasen- oder Darmkontrolle: Ein Zeichen für das Cauda-equina-Syndrom, eine schwere Komplikation, die eine sofortige chirurgische Behandlung erfordert. Eine unmittelbare neurochirurgische Vorstellung im SPORTambulatorium wird in diesen Fällen dringend angeraten.
Bandscheibenoperation der Hals- (HWS) und Lendenwirbelsäule (LWS)
Ein Bandscheibenvorfall kann sowohl an der Hals- als auch an der Lendenwirbelsäule auftreten. Während die Ursache – der Druck auf eine Nervenwurzel oder das Rückenmark – dieselbe ist, unterscheiden sich Beschwerden und OP-Technik je nach Region.
So verläuft eine Bandscheiben-OP an der Halswirbelsäule
Nacken- und Armschmerzen, Kribbeln oder Taubheit sind typische Symptome. Der Zugang erfolgt meist von vorne über einen kleinen Schnitt am Hals, das vorgefallene Gewebe wird entfernt und ein stabilisierender Platzhalter eingesetzt. Der Eingriff dauert circa 60–90 Minuten, der Aufenthalt in der Klinik rund drei Tage.
So verläuft eine Bandscheiben-OP an der Lendenwirbelsäule
Typisch sind Rückenschmerzen mit Ausstrahlung ins Bein, auch Schmerzen im Gesäß oder Bein ohne Rückenschmerzen kommen häufig vor. Operiert wird über einen kleinen Schnitt am Rücken mittels mikrochirurgischer Entfernung des vorgefallenen Gewebes. Die OP dauert etwa 45–60 Minuten, der stationäre Aufenthalt beträgt in der Regel drei Nächte.
Operation eines Bandscheibenvorfalls in der Privatklinik Confraternität: OP-Kooperation mit dem SPORTambulatorium
Als Wahlarztpraxis mit OP-Kooperation mit der Privatklinik Confraternität übernimmt das SPORTambulatorium Wien die gesamte Planung Ihrer Bandscheiben-OP für Sie. Sollte eine OP indiziert sein, erhalten Sie bei uns vor Ort eine umfassende Aufklärung über den Eingriff, die Technik und den Ablauf. Der Eingriff erfolgt minimalinvasiv durch unsere Neurochirurgin Dr. Julia Reinhart in der Privatklinik Confraternität.
Anamnese und Befund
Die Behandlung beginnt mit einer ausführlichen Erstordination durch Dr. Julia Reinhart im SPORTambulatorium Wien. Dabei werden Ihre Beschwerden, Vorbefunde und die Bildgebung gemeinsam besprochen. Termine können bequem online vereinbart werden.
Aufklärung und OP-Planung
Sollte eine Bandscheibenoperation indiziert sein, erhalten Sie eine umfassende Aufklärung über den Eingriff, die Technik und den Ablauf. Die gesamte Organisation – von der Terminfindung bis zur administrativen Vorbereitung – übernimmt das SPORTambulatorium Wien für Sie.
OP-Termin in der Privatklinik Confraternität
Vor der Operation nimmt der Narkosearzt telefonisch Kontakt mit Ihnen auf, um alle wichtigen Details zur Anästhesie zu besprechen. Die Aufnahme in die Privatklinik Confraternität erfolgt in der Regel am selben Tag, bzw. bei sehr früh morgens angesetzten OP- Terminen, am Vortag des Eingriffs. Am Operationstag selbst wird der Eingriff minimalinvasiv durchgeführt. Der Klinikaufenthalt beträgt je nach Eingriff in der Regel ca. drei Nächte.
Nachsorge und Krankenstand
Die Nahtentfernung erfolgt ca. 10 – 14 Tage nach der OP im SPORTambulatorium Wien. Kontrolltermine erfolgen etwa 4 – 6 Wochen sowie 6 Monate nach der Operation. Bitte beachten Sie, dass die Dauer des Krankenstandes nach einer Bandscheibenoperation circa einen Monat beträgt.
Bezüglich der Überprüfung der Notwendigkeit einer OP, dem genauen Ablauf einer Bandscheibenoperation und dem postoperativen Vorgehen werden Sie von unserer Neurochirurgin Dr. Julia Reinhart sehr gerne ausführlich untersucht und beraten.
FAQ: Häufige Fragen zum Thema Bandscheibenvorfall & Bandscheiben-OP in Wien
Welches Krankenhaus bei Bandscheibenvorfall in Wien?
Als Wahlarztpraxis mit OP-Kooperation mit der Privatklinik Confraternität übernehmen wir die gesamte OP-Planung für Sie. Sollte eine Bandscheiben-OP indiziert sein, erhalten Sie bei uns vor Ort im SPORTambulatorium Wien eine umfassende Aufklärung über den Eingriff, die Technik und den Ablauf. Der Eingriff erfolgt minimalinvasiv durch unsere Neurochirurgin Dr. Julia Reinhart in der Privatklinik Confraternität.
Wie lange ist man nach einer Bandscheiben-OP im Krankenstand?
Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit hängt davon ab, ob an der Hals- oder Lendenwirbelsäule operiert wurde und wie körperlich belastend Ihr Beruf ist. Nach einer Operation an der Lendenwirbelsäule sind die meisten Patientinnen und Patienten etwa vier bis sechs Wochen arbeitsunfähig. Nach einer Operation an der Halswirbelsäule liegt der Zeitraum üblicherweise zwischen zwei und sechs Wochen.
Bei körperlich schweren Tätigkeiten – zB mit viel Heben, Tragen oder Bücken – kann eine längere Schonzeit erforderlich sein. Entscheidend ist außerdem, wie ausgeprägt die Beschwerden vor der Operation waren und wie rasch sich die Nerven erholen.
Wie lange wartet man auf eine Bandscheiben-OP in Wien?
In der Regel können wir eine OP in der Privatklinik Confraternität kurzfristig organisieren – oft innerhalb weniger Tage nach Diagnose und Freigabe durch den Narkosearzt.



