Achillessehnenriss: Symptome, Behandlung & Heilungsverlauf

Ursachen für eine Achillessehnenruptur

Bei ruckartiger Bewegung (wie zum Beispiel der Start zum Sprint, oder ein Sprung beim Tennisspiel) kann es durch die plötzliche Anspannung der Sehne zu einem Achillessehnenriss kommen. Besonders häufig sind hier Läufer mit chronisch vorgeschädigten Sehnen betroffen, hier kann es auch zu inkompletten Rissen der Achillessehne kommen.

Ein weiterer typischer Verletzungsmechanismus ist der direkte Tritt in die Sehne, wie es zum Beispiel beim Fussballspiel durch einen groben Gegner geschehen kann. Oft ist bei dieser Verletzung ein richtiges „Knallen“ zu hören.

Wie äußert sich ein Achillessehnenriss?

Typische Symptome sind Schmerzen und Bewegungseinschränkung, oft ist auch eine richtige Delle in der Achillessehne zu tasten. Der Verletzte kann den Zehenspitzenstand nicht mehr ausführen. Ein typisches diagnostisches Zeichen ist der positive Thompson-Test: Beim knienden Patienten führt die Kompression der Wade nicht zu einer Plantarflexion (= die Beugung des Fußes oder der Zehen in Richtung der Fußsohle) – im Gegensatz zur unverletzten Gegenseite. Kann die Diagnose nicht mit absoluter Sicherheit gestellt werden, sollte eine Ultraschall-Untersuchung oder Kernspintomographie (MRI) erfolgen.

Symptome bei einer Achillessehnen-Ruptur

  • geschwollene, schmerzhafte Sehne, die empfindlich auf Belastungen reagiert
  • diffuser, teils stechender Schmerz an verschiedenen Stellen der Sehne, meist in Fersennähe (Achillodynie), oder Druckschmerz
  • eingeschränkte Beweglichkeit des Sprunggelenks
  • bei Entzündungen auch Rötung oder Überwärmung

Konservative vs. Operative Behandlung bei Achillessehnenriss

Die Therapie besteht in der Operation, der direkten Naht der beiden Sehnenstümpfe, eventuell verstärkt durch eine körpereigene Sehne (Plantarissehne). Die konservative (= nicht-operative) Therapie ist nur dann sinnvoll, wenn man radiologisch eindeutig nachweisen konnte, dass sich die beiden Sehnenstümpfe bei Plantarflexion gut aneinanderlegen.

Im Anschluss ist eine mehrwöchige Gipsbehandlung erforderlich. Angenehmer als der Gipsverband ist ein „Walker“, eine stiefelähnliche Stütze, die das Operationsergebnis schützt.

Typische Beschwerden bei einer sogenannten Ruptur:

  • schlagartig auftretende starke Schmerzen im Bereich der Achillessehne oder unteren Wade
  • reißendes oder knallendes Geräusch
  • Zehenstand auf dem betroffenen Bein gar nicht oder nur unter starken Schmerzen möglich
3d-Darstellung einer Ruptur der Achillessehne.

Weitere Fragen zum Achillessehnenriss?

Die ExpertInnen des Sportambulatorium Wien sind gerne für Sie da

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